SERBIEN - Eine Reise in die Stara Planina, Dezember 2016

Endlich haben wir es geschafft alle gemeinsam einen passenden Termin zu finden.(die Wiesners, Jürgen, die Tiroler, Markus und Tero der Finne) Ziel war es ein Mangalitzaschwein und ein Pferd im SO Serbiens zu schlachten, bzw. dabei zu sein.

Der erste Tag, eigentlich die erste Nacht verbrachten wir in Belgrad und genossen das Nachtleben im Bohéme-viertel oder Skadarlija, im Herzen Belgrads. Es gab Gegrilltes, einfach sensationell und natürlich Schopska Salat, eines der Nationalgerichte Serbiens.

Nächsten Morgen fuhren wir dann entlang der Donau in Richtung Osten und fanden uns bei Smederevo, einer kleinen Stadt direkt an der Donau gelegen, Wein verkostend auf zwei Weingütern wieder. Unser Ziel jedoch war das kleine Grenzstädtchen Dimitrovgrad. Dimitrovgrad ist für uns inzwischen wie ein zweites zuhause geworden. Jedes Jahr zieht es uns mind. 2 mal dorthin und wir genießen die Kleinstruktur und Nahversorgung des kleinen Städtchens und dessen Umland. Mittlerweile kennt man uns dort und wir besuchen immer wieder gerne liebe Freunde und plaudert über dies und das bei türkischen Kaffee und Rak oder umgekehrt. Dieses Mal jedoch wurde am dritten Tag frühmorgens gefrühstückt und danach ging es zuerst Autoscheiben kratzend und eisfrei machend um dann leicht unterkühlt in die Berge bei Pirot zu fahren. Dort erwartete man uns schon und nach einigen Rakis gings ans Messer. Ein blondes Mangalitza wurde von einem Wanderschlachter mit Bolzenschussapparat und Stich, ganz unspektakulär, wie bei uns selber, getötet. Danach zogen ein paar starke Männer das Schwein aus dem Stall und brachten es zu einem Baum, an dem ein Seilzug befestigt gewesen ist. Die Serben in diesem Gebiet brühen das Schwein nicht, um die Borsten abzubekommen, sie trennen die Haut zusammen mit den Borsten vom Fett. Danach wird das Schwein am Bauch aufgeschnitten und die Gedärme und Innereien kommen raus. Zum Schluss wird das Schwein noch am Seilzug auf den Baum gehängt um den Rest des Fells zammt Haut noch zu entfernen. Das Pferd, welches wir schlachten sollten oder wollten wurde jetzt mittels Fernstecher gesucht. Nach einem kleinen Spaziergang wurde die ganze Herde in Richtung Stall getrieben und im Stall selber gesichert. Der Hengst wurde separiert und ebenso wie das Mangalitzaschwein mittels Bolzenschussapparat und Stich getötet. Der selber Vorgang der Zerteilung folgte nun. Während dessen aber haben die älteren Hirten ein köstliches Mangalitzagulasch vorbereitet und mit Raki und Bier und Hauswein, wurde kräftigst noch auf beide Seelen getrunken. 

 

Mangalitza Festival, 2013, Budapest, Ungarn

8. - 10. 02.2013

Trotz zeitweilig starken Schneefall strömten tausende Besucher an 3 Tagen zum Mangalitza Festival in Budapest. Zentral gelegen, ermöglicht das Festival seinen Besuchern aus unzähligen Ausstellern, Produkte rund ums Mangalitza auszuwählen. Typische ungarische Spezialitätten, aber auch Internationale Schweinereien werden angeboten. Hirten, in traditioneller Kleidung spielen Hirtenmusik und lassen den Besuchern einen Einblick in die ungarische Mentalität gewähren. In der Mitte des Parks kann man aus reichlich unterschiedlichen Gerichten sein Mittagessen oder Abendessen auswählen. Das Festival ist definitiv eine Reise wert!

Schlachtfest im Zasavica NP, 2012, Sremska Mitrovica, Serbien

01.12.2012

Am ersten Dezemberwochenende führte uns unser Weg wieder nach Serbien in den Zasavica National Park. Dort wird jedes Jahr zur selben Zeit ein Mangalitzaschlachtfest veranstaltet. Die Schlachtungen an für sich sieht man nicht, aber es werden kulinarische Köstlichkeiten angeboten und serviert. Vom Frischfleisch über Würste (Kulen) bis hin zum luftgetrockneten Schinken kann man alles vom Mangalitzaschwein kaufen. Stärken kann man sich im Restaurant des Nationalparks  mit Mangalitzagulasch und Aufschnittplatten.

Auf unserem Weg nach Serbien durften wir einen Mangalitzazüchter in Bosnien-Herzegowina besuchen. Milan Jankovic war so freundlich uns bei einem Abendessen über seinen Betrieb zu informieren und uns am nächsten Tag seine Schweine zu zeigen.

An diesem Wochenende gab es in ganz Bosnien den "Hausschlachtungstag" und wir konnten bei einigen Häusern zusehen und sogar die frisch gebratenen Lebern verkosten.

Prosciutto/Ham/Schinken-Tour 2012

Die Prosciutto/Ham/Schinken-Tour 2012 wurde von der MI-Mangalitza International und der IGWÖ - Interessensgemeinschaft der Wollschweinzüchter Österreichs organisiert.

 

12 Leute aus aller Welt begaben sich auf  die Reise zu den bekannten Produktionsstätten des Prosciuttos in Italien. Besichtigt wurden Prosciuttoficii in San Daniele del Friuli, Sauris und Parma.

 

Die Teilnehmer bekamen durch fachgerecht geführte Touren einen Einblick in die heiligen Hallen des Prosciutto, konnten aber auch nach den Führungen sich von dem Geschmack der Schinken überzeugen. Es wurde gefachsimpelt, neue Ideen für die eigene Produktion mitgenommen und verworfen, heftig diskutiert, aber letztendlich kamen alle zu dem Schluss: jeder hat seine eigene Philosophie, seine eigenen Temperaturen und seine eigene Luftfeuchtigkeit. Es gibt kein Schema F.

Nur: nichts ist mit Mangalitza vergleichbar. Von der Tatsache konnten wir uns in Grotte di Castro bei der Villa Caviciana überzeugen. Dort gab es unvergleichlich schmeckende Prosciuttos, Culatellos und Coppas vom Mangalitza in Bio-Qualität.

 

Alles in allem war es eine wunderschöne kulinarische Reise nicht nur mit Schinken und Speck, sondern auch mit Verkostung von hochwertigem Parmesankäse in unterschiedlichen Altersstufen und des bekannten Proseccos aus der Region um Conegliano und Valdobiaddene.

 

Das nächste Mal geht’s nach Spanien. Serranno Tour – „Auf den Spuren des Pata negra“!

 

 

 

 

Mangalitza Tour

Februar 2010, UK und RUS